Ein Adventskalender für deinen Hund ist eine wunderschöne Art, die Vorweihnachtszeit gemeinsam zu genießen. Jeden Tag ein kleines Türchen, ein kurzer Moment voller Neugier und Nasenarbeit: Genau das lieben viele Hunde. Und das Beste daran: Du kannst ihn ganz einfach selber machen, mit Zutaten, die du kennst, und Ideen, die zu deinem Hund passen. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du Schritt für Schritt einen Adventskalender für deinen Hund bastelst, was du hineingeben kannst und worauf du bei Zutaten unbedingt achten solltest.
Warum ein selbst gemachter Adventskalender für Hunde?
Fertige Kalender aus dem Handel enthalten oft 24 gleiche Snacks. Wenn du selbst bastelst, entscheidest du, was hineinkommt. Das hat mehrere Vorteile:
- Du kennst jede Zutat. Gerade bei Hunden mit empfindlichem Magen oder Unverträglichkeiten ist das Gold wert.
- Abwechslung statt Wiederholung. Mal ein Leckerli, mal eine Suchaufgabe, mal eine gemeinsame Aktivität.
- Beschäftigung statt nur Futter. Das Öffnen selbst wird zur kleinen Kopfaufgabe.
- Persönlich. Du kannst Lieblingsspiele, Rituale und kleine Überraschungen einbauen.
Material: Das brauchst du
Du brauchst kein großes Bastelset. Vieles hast du wahrscheinlich schon zuhause:
- 24 kleine Papiertüten, Briefumschläge oder Eierkartons
- Eine Schnur oder einen Ast zum Aufhängen
- Wäscheklammern oder Klebeband
- Zahlen zum Aufkleben oder Aufmalen
- Papier zum Zerknüllen (unbedruckt, ohne Klebestreifen)
- Hundegeeignete Füllungen (Ideen weiter unten)
Achte darauf, dass alles, was dein Hund ins Maul nehmen könnte, unbedenklich ist. Glitzer, Lack, Heftklammern und Bänder haben im Hundekalender nichts verloren.
Adventskalender für Hunde selber machen: Schritt für Schritt
1. Variante wählen
Für den Anfang eignen sich drei Varianten besonders gut:
- Tüten-Kalender: 24 Papiertüten an einer Schnur. Klassisch und schnell gemacht.
- Eierkarton-Kalender: Zwei große Eierkartons bieten Platz für 24 Fächer. Ideal als Schnüffelaufgabe, weil dein Hund das Fach selbst öffnen darf.
- Rollen-Kalender: Leere Klopapierrollen, an beiden Enden eingeklappt. Dein Hund darf sie unter Aufsicht aufreißen.
2. Füllungen planen
Schreib dir eine kleine Liste mit 24 Tagen. Plane bewusst Abwechslung ein: Etwa ein Drittel kleine Snacks, ein Drittel Beschäftigungsideen und ein Drittel gemeinsame Momente. So bleibt der Kalender spannend, ohne dass dein Hund zu viel zusätzliches Futter bekommt.
3. Befüllen und nummerieren
Fülle die Tüten oder Fächer, verschließe sie locker und nummeriere sie. Kleine Zettel mit Aktivitäten („Heute: Suchspiel im Wohnzimmer“) kannst du einfach hineinlegen. Die liest natürlich du vor.
4. Sicher aufhängen
Häng den Kalender so auf, dass dein Hund ihn nicht allein erreicht. Sonst sind alle 24 Türchen schon am ersten Abend offen.
24 Ideen für die Türchen
Kleine Snacks (in Maßen)
- Ein Stück getrocknetes Fleisch ohne Zusätze
- Selbst gebackene Hundekekse aus Haferflocken, Ei und Kürbispüree
- Ein paar Apfelstücke ohne Kerngehäuse
- Gefrorene Joghurt-Tupfen (Naturjoghurt ohne Zucker)
- Ein kleines Stück Karotte
- Ein Löffel Hüttenkäse im Schleckball
Beschäftigungs-Türchen
- Ein Suchspiel: Verstecke drei Leckerli im Raum
- Eine Schnüffelaufgabe mit einem zusammengerollten Handtuch
- Ein neuer Trick, zum Beispiel „Pfote geben“ oder „Dreh dich“
- Ein befüllter Schleckball für einen ruhigen Abend
- Ein Becherspiel: Unter welchem Becher liegt der Snack?
- Eine Kiste mit zerknülltem Papier, in der ein Leckerli versteckt ist
Gemeinsame Momente
- Ein extra langer Spaziergang auf einer neuen Route
- Eine ruhige Bürst- und Kuschelrunde
- Ein Ausflug in den Schnee oder Wald
- Ein gemeinsames Foto vor dem Christbaum
- Ein Spieleabend mit Nasenarbeit
- Ein Treffen mit dem liebsten Hundefreund
Die restlichen Tage kannst du frei mit Favoriten auffüllen. Am 24. Dezember darf es gern etwas Besonderes sein, etwa ein festlich befüllter Schleckball mit Joghurt und Kürbis.
Diese Zutaten gehören nicht in den Hunde-Adventskalender
In der Weihnachtszeit liegen viele Dinge herum, die für Hunde gefährlich sind. Bitte niemals hinein:
- Schokolade und Kakao
- Xylit (Birkenzucker), steckt oft in zuckerfreien Süßigkeiten und manchen Erdnussbuttersorten
- Weintrauben und Rosinen, also auch kein Stollen oder Früchtebrot
- Zwiebeln und Knoblauch
- Macadamianüsse
- Stark gewürzte, gesalzene oder fettige Reste vom Festessen
Mehr dazu, was in den Schleckball darf und was tabu ist, liest du in unserem Ratgeber Was darf in den Schleckball?.
Wie viel Futter ist okay?
Die Snacks aus dem Kalender zählen zur Tagesration. Zieh die Menge einfach vom normalen Futter ab. Kleine Stücke reichen völlig, denn für deinen Hund zählt vor allem das Auspacken und Suchen. Wenn dein Hund zu Übergewicht neigt, setz stärker auf Beschäftigungs- und Kuscheltürchen.
Der Schlecki im Adventskalender
Ein Schleckball passt perfekt in die Adventszeit: Du füllst die Schale, legst den Ball hinein und setzt die schwarze Basis darauf. Dann darf dein Hund in Ruhe schlecken. Viele Hunde kommen dabei schön zur Ruhe, gerade an trubeligen Dezemberabenden. Unseren Schlecki kannst du mit Joghurt, Kürbis oder Banane füllen und für längeren Schleckspaß auch einfrieren. Rezeptideen findest du in unseren Schleckball-Rezepten.
Tipps für entspannte Adventstage
- Öffne das Türchen immer zur gleichen Zeit. Das gibt Struktur.
- Bleib dabei, wenn dein Hund Papier aufreißt, damit er nichts verschluckt.
- Plane ruhige Tage ein. Der Dezember ist für viele Hunde ohnehin aufregend.
- Denk schon an Silvester: Unser Silvester-Plan startet idealerweise im Dezember.
Mehr Ideen für die Feiertage findest du in unserem Ratgeber Weihnachten mit Hund.
Adventskalender für mehrere Hunde oder für Welpen
Leben bei dir mehrere Hunde, bekommt am besten jeder seinen eigenen Kalender oder zumindest seine eigene Tüte pro Tag. Öffne die Türchen getrennt voneinander, damit kein Futterneid entsteht. Gerade Suchspiele machen mehr Freude, wenn jeder Hund in Ruhe für sich suchen darf.
Für Welpen gilt: lieber kurz und einfach. Ein paar Minuten Schnüffeln oder ein kleiner Schleckmoment reichen völlig. Junge Hunde brauchen sehr viel Schlaf, deshalb sollte der Kalender eher ein ruhiges Ritual sein als ein zusätzliches Abenteuer. Weitere Ideen findest du in unserem Ratgeber Welpe beschäftigen.
Und falls du den Kalender verschenken willst: Ein selbst gebastelter Hunde-Adventskalender ist eine liebevolle Überraschung für Freunde mit Hund. Leg einfach einen kleinen Zettel mit den Zutaten dazu, damit alle wissen, was drin ist.
Häufige Fragen
Ab wann kann ich meinem Hund einen Adventskalender geben?
Auch Welpen dürfen sich über einen Kalender freuen. Wähle dann besonders kleine, weiche Snacks und mehr Beschäftigungstürchen.
Was kann ich statt Leckerli in den Adventskalender geben?
Suchspiele, kleine Tricks, gemeinsame Ausflüge, Kuschelrunden oder einen Abend mit dem Schleckball. So bleibt der Kalender abwechslungsreich und kalorienarm.
Wie lange vorher sollte ich den Kalender basteln?
Etwa eine Woche vor dem 1. Dezember reicht. Frische Zutaten wie Joghurt oder Obst gibst du erst am jeweiligen Tag dazu.
Darf Erdnussbutter in den Hunde-Adventskalender?
Nur ungesüßte, ungesalzene Erdnussbutter ohne Xylit, und nur in kleinen Mengen. Prüfe die Zutatenliste immer genau.
Hinweis: Wenn dein Hund Allergien, Unverträglichkeiten oder gesundheitliche Besonderheiten hat, sprich vorab mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt, welche Snacks passen.